• Großes Sortiment auf Lager
  • Qualitätsprodukte
  • Wettbewerbsfähige Preise
  • Schnelle Lieferung
  • Persönliche Beratung
  • Mehr als 40 Jahre Erfahrung
  • Private Label möglich

Welche Zertifizierung benötigt Ihr Schrumpfschlauch?

Welche Zertifizierung benötigt Ihr Schrumpfschlauch?

Gepostet am 30 Juni 2026

Ihr Kunde meldet, dass das gelieferte Produkt nicht den erforderlichen Standard für ein Projekt erfüllt. Die Bestellung wurde bereits aufgegeben. Das Material liegt im Regal. Eine solche Situation kommt in der Praxis häufiger vor, als man vielleicht erwartet. Und fast immer wäre sie vermeidbar gewesen. 

Bei Schrumpfschlauch entstehen häufiger Compliance-Probleme als bei vielen anderen Produkten. Die Anforderungen unterscheiden sich stark je nach Branche, Anwendung und Zielmarkt. Ein Produkt, das für eine industrielle Installation in den Niederlanden bestens geeignet ist, erfüllt nicht automatisch die Anforderungen für den Export in die USA, den Einsatz im Schienenverkehr oder die Verwendung in einem Solarpark. 

Zertifizierungen werden oft zu spät geprüft

Einkäufer vergleichen Lieferanten in der Regel nach Preis, Lieferzeit und Verfügbarkeit. Das ist nachvollziehbar. Zertifizierungen werden im Beschaffungsprozess jedoch häufig nicht oder zu spät berücksichtigt – bis ein Kunde sie ausdrücklich verlangt oder eine Ausschreibung sie verpflichtend macht. Zu diesem Zeitpunkt ist die Marge oft bereits aufgebraucht und die Lieferzeit kaum noch einzuhalten. 


Bei europäischen Projektausschreibungen kann eine fehlende Zertifizierung ein harter Ausschlussgrund sein. Das lässt sich nicht durch einen niedrigeren Preis oder eine schnellere Lieferung ausgleichen. Das Produkt erfüllt die Anforderungen entweder – oder es erfüllt sie nicht.

Welche Standards sind relevant? 

Das hängt von der Anwendung ab. Für Unternehmen, die Ausrüstung in die USA oder nach Kanada exportieren, gehören UL 224 und CSA zu den am häufigsten geforderten Zertifizierungen. Sie sind wichtig, wenn ein Produkt für den nordamerikanischen Markt eingesetzt oder zugelassen werden soll. RoHS regelt die Beschränkung gefährlicher Stoffe und ist für nahezu alle elektrischen und elektronischen Anwendungen in Europa relevant. 


Für den Schienenverkehr gilt EN 45545-2, die europäische Norm zum Brandverhalten von Materialien in Schienenfahrzeugen. Diese Norm wird zunehmend verpflichtend – auch in Ausschreibungen, in denen sie früher nicht ausdrücklich gefordert wurde. Sie arbeitet mit Gefahrenstufen wie HL1, HL2 und HL3 sowie mit Anwendungskategorien. HL1 gilt für Fahrzeuge in offenen Umgebungen mit geringerem Risiko. HL2 ist für viele Schienenanwendungen relevant, unter anderem für Tunnel bis fünf Kilometer Länge. HL3 gilt für besonders anspruchsvolle Bedingungen, zum Beispiel für Schlafwagen und unterirdische Tunnel mit mehr als fünf Kilometern Länge. 


Darüber hinaus fragen Kunden regelmäßig nach Standards für bestimmte Anwendungen: IP67 oder IP68 für Schutz gegen Wasser und Staub, ISO 4892 für UV-Beständigkeit im Solarmarkt oder ASTM D2671 für den US-Markt. Auch branchenspezifische Anforderungen für medizinische Anwendungen, Trinkwasser oder Lebensmittelkontakt können eine Rolle spielen.

Die richtigen Fragen vor der Bestellung stellen 

Konformität beginnt nicht nach der Bestellung, sondern davor. Entscheidend sind die richtigen Fragen: Wo wird das Endprodukt eingesetzt? Geht es in die USA oder nach Kanada? Gibt es branchenspezifische Anforderungen, zum Beispiel für den Schienenverkehr oder die Energieinfrastruktur? Werden Halogenfreiheit oder Flammwidrigkeit gefordert? Unterliegt das Projekt einer europäischen Ausschreibung? 


Die Antworten auf diese Fragen bestimmen, welche Zertifizierungen erforderlich sind – und damit auch, welcher Schrumpfschlauch bestellt werden sollte. Ein Lieferant, der diese Fragen frühzeitig erkennt und proaktiv darauf reagiert, verhindert, dass Konformität später zum Problem wird.

Welche Schrumpfschlauch-Zertifizierungen bietet WKK?

WKK liefert Schrumpfschlauch mit UL-224- und CSA-Zulassung für die gängigsten Typen, mit Ausnahme der transparenten Ausführungen. Das gesamte Sortiment ist RoHS-konform. Für spezifische Anwendungen ist eine Produktprüfung oder Dokumentenprüfung jederzeit möglich. 


Für den Schienenverkehr verfügt unsere HIT-Serie – ein halogenfreier Polyolefin-Schrumpfschlauch, erhältlich in mehreren Ausführungen – über einen Klassifizierungsbericht von Currenta, einem von der DAkkS akkreditierten Prüflabor für Brandprüfungen. Die HIT-Serie erfüllt R22 für Innenanwendungen und R23 für Außenanwendungen in allen drei Gefahrenstufen: HL1, HL2 und HL3. Damit erreicht sie die höchste Gefahrenstufe innerhalb der Norm. Diese zertifizierten Typen werden voraussichtlich ab Oktober ab Lager verfügbar sein. Möchten Sie mehr erfahren oder Dokumentation anfordern? Das ist bereits möglich. 


WKK verfolgt aktiv, welche Zertifizierungen für die Branchen und Märkte relevant sind, in denen unsere Kunden tätig sind. Wenn neue Standards oder Anwendungen an Bedeutung gewinnen, prüfen wir, welche Lösungen dafür erforderlich sind. So wissen Sie als Einkäufer frühzeitig, woran Sie sind. 

Konformität ist ein Ausgangspunkt, keine Endkontrolle

Konformität ist keine reine Verwaltungsaufgabe. Sie ist ein Auswahlkriterium, das an den Anfang des Beschaffungsprozesses gehört. Mit den richtigen Fragen und dem richtigen Lieferanten lässt sich vermeiden, dass Zertifizierungen später zum Problem werden. 


Sind Sie nicht sicher, welcher Schrumpfschlauch die Anforderungen Ihrer Anwendung erfüllt? Die Berater von WKK denken gerne mit Ihnen mit. Genau dort liegt unser Mehrwert. 
Haben Sie Fragen zu Zertifizierungen für eine bestimmte Anwendung oder möchten Sie Dokumentation anfordern?