Wellrohr verlegen: Tiefe, Installation und Anzahl der Kabel | WKK
Gepostet am 15 Oktober 2025
Egal ob Sie ein Kabel für die Gartenbeleuchtung, eine Außensteckdose oder eine komplette Elektroinstallation verlegen: Die Verwendung eines Wellrohres ist notwendig, um Ihre Leitungen zu schützen. Zwei häufig gestellte Fragen beim Verlegen von Wellrohren sind:
• Wie tief muss ein Wellrohr im Boden liegen?
• Wie viele Kabel dürfen in ein Wellrohr?
In diesem Blogbeitrag geben wir Ihnen klare Antworten sowie praktische Tipps für eine sichere und zukunftssichere Installation.
Wie tief muss ein Wellrohr im Boden liegen?
Die erforderliche Tiefe hängt von der Art des Kabels und dem Verwendungszweck ab. In der Praxis gelten folgende Richtwerte:
| Anwendung | Mindesttiefe des Wellrohres |
| Gartenbeleuchtung oder Außensteckdose | 50 cm |
| Stromkabel zu einem Nebengebäude (z. B. Schuppen, Garage) | 60 cm |
| Datenkabel oder Niederspannung (z. B. Gegensprechanlage) | 30–40 cm |
| Kabel unter einer Einfahrt oder einem Weg mit Verkehr | > 60 cm, mit zusätzlichem Schutz wie einer Schutzplatte oder Betonschicht |
Tipp: Bringen Sie immer ein Warnband etwa 20 cm oberhalb des Wellrohres an. So vermeiden Sie Beschädigungen bei späteren Erdarbeiten.
Wie viele Kabel dürfen in ein Wellrohr?
Es gibt keine feste maximale Anzahl an Kabeln pro Wellrohr, aber einige praktische und sicherheitsrelevante Empfehlungen sollten beachtet werden:
Füllgrad des Rohres
Das Rohr sollte maximal zu 40–60% gefüllt sein. So bleibt Platz für Belüftung, Ausdehnung und gegebenenfalls zusätzliche Kabel in der Zukunft.
Kabeltypen
Vermeiden Sie, Stromkabel mit Signalkabeln (z. B. Internet- oder Alarmleitungen) in einem Rohr zu kombinieren, so verhindern Sie Störungen.
Durchmesser des Wellrohres
Wählen Sie ein Rohr mit ausreichend Spielraum. Ein Standard-Wellrohr mit 19 mm Durchmesser eignet sich für 1–2 Installationsleitungen. Für mehrere oder dickere Kabel (z. B. YMVK) empfiehlt sich ein Rohr mit 32 mm oder größerem Durchmesser.
Biegungen vermeiden
Je mehr Kabel im Rohr liegen, desto schwerer lassen sie sich einziehen, besonders an Biegungen. Verwenden Sie am besten eine Einziehspirale und verlegen Sie das Rohr möglichst ohne enge Kurven.
Faustregel: Wählen Sie lieber eine Rohrgröße größer als notwendig. Das erleichtert das Einziehen und spätere Austauschen der Kabel erheblich.
Fazit
Tiefe: Für Stromkabel gilt in der Regel eine Verlegetiefe von 50–60 cm. Für Daten- oder Steuerleitungen reichen meist 30–40 cm. Unter Pflaster oder Einfahrten ist zusätzlicher Schutz erforderlich.
Anzahl der Kabel: Achten Sie darauf, dass das Wellrohr höchstens zu 60 % gefüllt ist und keine Hoch- und Niederspannungskabel gemeinsam verlegt werden. Wählen Sie lieber ein etwas größeres Rohr als ein zu enges.
Möchten Sie sicherstellen, welches Wellrohr sich am besten für Ihr Projekt eignet? Kontaktieren Sie uns gerne. Wir beraten Sie persönlich!